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Anhänger
Timme 500

So eine Garage dient in den meisten Fällen nicht nur zum Abstellen von Fahrzeugen, sondern auch von diversen anderen Dingen, die zum Teil noch aus DDR-Zeiten stammen. Irgendwann ist aber auch die größte Garage voll und der Besitzer entschliesst sich, mal gründlich aufzuräumen und alles was er nicht mehr braucht zu entsorgen. So auch diesen Anhänger. Zum Glück ist einem der Aufräumer eingefallen, das wir Interresse an solchen alten DDR-Sachen haben und hat uns angerufen. Dirk ist gleich los und hat alles was brauchbar war in diesen Anhänger geladen und es zu uns gebracht. Neben Werkzeugen und Ersatzteilen waren auch Wagenheber, Anhängerkabel, Eimer, Beschläge für ein altes Schiebetor und andere Dinge, die wir ganz sicher mal brauchen werden, dabei.

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Zum Anhänger. Auf den ersten Blick sieht er nicht wie ein handelsüblicher HP, sonder wie ein Eigenbauanhänger (von denen es nicht wenige gab) aus. Dabei wurde damals einfach eine „Hinterachse“ von einem Trabant oder Wartburg mit einer Deichsel und einem Eigenbau-Rahmen kombiniert, um sie dann mit einem Bretteraufbau zu versehen. Bei näherer Betrachtung erkannte man aber, daß dem nicht so war. Es gab nämlich ein Typenschild. Der Anhänger war ein in Kleinserie gefertigter Pkw-Anhänger der Fa. Timme aus Magdeburg. Die gibt es übrigens heute noch, hat sich aber auf Wartung und Reparatur von Anhängern und Wohnwagen spezialisiert.  Übrigens hatten wir von selbiger Firma letztens den HP 350 käuflich erworben. Hier nun ein paar technische Daten:

Hersteller:

Ing. Fr. Timme, 3018 Magdeburg

Baujahr:

1975

zul. Gesamtmasse:

500 kg

Maße:

Grundfläche ca. 1,80 x 1,00 m

Ausstattung:

Drehstabfederung, keine Bremse, kein Stützrad, 7poliger Stecker für die Beleuchtung, Heckklappe

Als der Anhänger dann leer war beschlossen, wir ihn mal von unten anzukucken. Dazu stellten wir ihn quer in die Hebebühne, hoben ihn an und kontrollierten Reifen, Radlager, Rahmen, die Deichsel und die Elektrik. Dabei fielen uns die recht brüchigen Kabel auf. Eine kleine Bewegung der Kabel und die Isolierung brach und zerbröselte. Spontan entschlossen wir uns diese zu erneuern. Zum Glück war bei den mitgebrachten Anhängerkabeln eins von 2 m Länge dabei. Das wurde gleich als Zuleitung für die Rückleuchten benutzt. Vorn einen neuen Stecker dran, durch die Deichsel gezogen und hinten über eine Verteilerdose mittels vieradrigen Kabels links und rechts zu den Rückleuchten geführt. Nun noch ein zweiadriges Kabel zur Kennzeichenbeleuchtung und fertig war der neue Kabelbaum. (hat 5 Stunden gedauert)

Bei der Überprüfung der elektr. Anlage gab es dann eine Sonderschaltung „Tieffliegerabwehr“. Eigentlich, rechts blinken und links abbiegen, hier aber blinken vorn links und hinten rechts! War aber nur ein kleines Problem, das sich schnell lösen liess. Einfach am Stecker zwei Kabel tauschen, fertig.

(die Bilder in der Großansicht können mit den Pfeiltasten vor und zurück bewegt werden)