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IFA W50L/LB
(Ladebordwand)

Ein weiteres Projekt ist ein IFA W50 L/LB, der bei der Suche nach Teilen für unsere laufenden Projekte unser Interesse geweckt hatte. Leider stand er in Tutow, zwischen Demmin und Jarmen 30 km vor der Küste (ostliche Ostsee). Nach mehreren Telefonaten und Mails stand fest, wir nehmen ihn. Der Verkäufer meinte: „Batterien mitbringen und wenn er anspringt kann man damit fahren“. Zwei Wochen später (Mitte März 2016) fuhren wir dann, nicht ohne zwei neue Batterien, etwas Werkzeug und was man sonnst noch so denkt, brauchen zu müssen, hin. Drei Stunden Fahrt mit dem PKW. Die Fotos im Internet waren schon nicht so überwältigend, doch im Originalen! Zerloddert, voll gemüllt, aufgelöstes, mit Isolierband umwickeltes Lenkrad, platte Reifen, vom Profil gar nicht erst zu reden, undichter Heizungsschlauch, feste Bremsen und das Beste, der Anlasser war hin! Ich wollte garnicht erst anfangen und gleich wieder zurück. Mein Mitschrauber war mal wieder optimisticher. Alles halb so schlimm. OK. Kompressor besorgt, Luft drauf. Leider hinten nur auf die äußeren Räder, denn innen kamen wir nicht ans Ventil ran. Trecker besorgt und angeschleppt. Lief! Luft gepumpt, zischt am BV3-Ventil (Bremskraftverstärker). Nach zwei Stunden bauen; „OK, Nummernschilder dran und los!“ Leider kamen wir nur 20 m weit, denn der Ventilanschluß am Handbremsventil brach ab und unsere Luftkessel waren leer. Das war’s dann. Noch ein paar Fotos gemacht und ab nach Hause. Ohne W50!

  Wieder zurück besorgten wir uns einen funktionstüchtigen Anlasser und was um das Handbremsventil reparieren zu können, suchten noch ein paar Schrauben, Gurte und Werkzeug zusammen und fuhren dann 4 Wochen später wieder hin. Dort angekommen stand er glücklicherweise noch so da, wie wir ihn verlassen hatten. Gut. Anlasser rein, Handbremsventil repariert und gestartet. Er lief und hielt Luft. Wir ließen ihn tuckern und besuchten noch eine „Sehenswürdigkeit“, denn der Besitzer betrieb ein Museum. Das „DDR Museum Tutow“. Wer Sehnsucht nach den alten Dingen aus DDR-Zeiten hat, wird hier fündig. Doch die Rückfahrt erwies sich schon nach den ersten hundert Metern als problematisch. Lenkung, Bremsen, Kupplung und Getriebe funktionierten gut, nur die Räder machten Probleme. Durch die lange Standzeit hatte sie wahrscheinlich einen „Standplatten“. D.h. die Stelle am Rad die auf dem Boden war (wenig Luft), ging nicht mehr in die eigentliche Position zurück und so hatten ein oder mehrere Reifen eine recht große Unwucht und das Lenkrad schlackerte wie wild hin und her. An ein Fahren bis nach Hause war nicht zu denken. Doch der Verkäufer hatte einen Bekannten, der wenige km entfernt wohnte. Zu dem fuhren wir dann. Bei ihm gab es dann andere Räder, die auch nicht mehr die besten waren, aber besser als unsere und einen fast neuen Sitz. Nach ein einhalb Stunden Räder montieren ging es dann wirklich los!

   Wir entschlossen uns, die ca. 300 km (ähnlich wie beim ELLO) auf der Landstraße zu fahren, tankten im nächsten Ort noch mal voll und machten in einem Feldweg an einer kleinen Straße erst mal eine Pause. Wir waren noch nicht richtig ausgestiegen, stand schon die Polizei neben uns! Doch die wollten sich nur den W50 ankucken, waren hellauf begeistert und fuhren, nicht ohne die übliche Kontrolle der Papiere, wieder los. Nach der Pause ging es dann ohne Probleme, aber mit kalten Füßen, denn wir hatten die Heizung wegen des undichten Wasserschlauches, zu gelassen, nach Hause. Nach 5 einhalb Stunden waren wir geschafft wieder auf dem Hof.

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