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Fertig!

Motor und Getriebe sind auf den Rahmen montiert, die Achsen sind eingebaut und die Zentralschmierung ist wieder komplett. Die Karosserie ist geklempnert, mit Rostschutzfarbe grundiert und mit matter Farbe grün lackiert. Wir konnten mit dem Zusammenbau beider Teile beginnen.

Auch viele der Anbauteile waren aufbereitet und konnten montiert werden

Die Montage Teil 2

Wie bei jedem Fahrzeug ist die Elektrik immer ein Kapitel für sich. Obwohl früher kein übermässiges Bedürfnis an elektrischen Geräten und Einrichtungen bestand, sind doch die grundlegenden Dinge wie Beleuchtung, Blinker, Stopplicht und Hupe notwendig gewesen. Dazu ist noch eine Anhängerzugvorrichtung und - speziell bei Militärfahrzeugen - Tarnscheinwerfer (eine so genannte Nachtmarschanlage) verbaut gewesen. Erst gab es sie als extra Scheinwerfer vorn auf dem Kotflügel oder im Kühlergill sowie hinten am Heck, später wurden sie dann als Kappen über die normalen Scheinwerfer montiert. Bedient wurden diese Tarnscheinwerfer über das normale Zündschloss und einen separaten Drehschalter, an dem man die Helligkeit einstellen konnte. Bei unserem P3 waren schon die Kappen vorgesehen gewesen, d.h. zwar Halterungen vorhanden, aber keine Schalter und Lampen verbaut. Am Kabelbaum waren auch die meisten der Anschlüsse für Tarnscheinwerfer vorhanden, aber totgelegt bzw. umfunktioniert worden. Erschwerend kam noch hinzu, das wir zwar einen originalen Schaltplan hatten, aber - wahrscheinlich bei der letzten GR (Generalreparatur) passiert - die Kabelfarben nicht mit dem Plan übereinstimmten. Wir mussten also jedes Kabel und jede Leitung prüfen, um eine Zuordnung zu den passenden Anschlüssen der Geräte zu finden. Ausserdem waren alle Kabel mit grüner Farbe versehen, die erst mühevoll entfernt erden musste. Da der Kabelbaum ausgebaut war, konnten wir Kabel für Kabel prüfen und gleich die passenden Schalter bzw. Geräte provisorisch anschliessen. So behielte wir den Überblick.

Nachdem nun die meisten Kabel lokalisiert waren, begannen wir mit dem Einbau des Kabelbaumes und dem Anschliessen der noch fehlenden Kontrolllampen und Schalter. Die Verdrahtung der Anhängersteckdose entsprach nicht unseren Vorstellungen und wir halfen mit einer Neuverlegung der Blinklichtkabel etwas nach. Der Tankgeber und die Tankanzeige sind überprüft, gereinigt und neu verkabelt und die Rückleuchten angeschlossen.

Da der Tank etliche Jahre nicht in Benutzung war und die innere Beschichtung sich aufgelöst hatte, bauten wir vorsorglich einen Leitungsfilter ein. Ein Anschluss für die Fremdstarterkabel wurde nach installiert, da vorher keiner vorhanden war. Nachdem das vordere Bodenblech montiert war, konnte das Gaspedal und die Sitzhalterungen angebaut und die Sitze eingeschoben werden. Auch der „Kurze“ war nicht untätig und baute uns einen neuen Batteriekasten nebst Deckel. So konnte nun auch der Luftfilter montiert werden und einem Probelauf stand nichts mehr im Wege.

Leider erwies sich der Probelauf als kleines Desaster. Der Motor knallt und patscht dermassen in den Vergaser (beim Übergang von Leerlauf auf Volllast) das an ein Fahren nicht zu denken war. Da die Zündung ja vor dem letzten Probelauf (als der Motor in den Rahmen gesetzt wurde) mit Lampe und Markierung an der Keilriemenscheibe eingestellt war, konnte es ja nur am Vergaser liegen. Diverse Einstellversuche und der Tausch von Dichtungen, Düsen, Klappen und Manschetten (Beschleunigerpumpe wie beim ELLO) brachte nicht den gewünschten Erfolg. Ein Tipp von André Seifert (bei dem ich Ersatzteile kaufen war) brachte dann die Wende. Er meinte: „Stell doch mal die Zündung mit dem Stroboskope und ein paar Milimeter früher als vorgeschrieben ein!“ OK, dachte ich, versuch es mal. Dabei stellte sich heraus, das die Zündung auf spät stand, d.h. ca. 1 cm nach der Kerbe auf der Keilriemenscheibe! Damit konnte der Motor nicht laufen.

Es sind einige Woche vergangen und wir sind mit unserm P3-Projekt nicht so richtig vorwärts gekommen. Zwar ist inzwischen  die Plane vom Sattler zurück und auf dem P3 drauf, doch hapert es immernoch an einer vernünftigen Vergaser- und Zündeinstellung. Da noch einige Karosserieteile in Bearbeitung sind und die auch noch lackiert werden müssen, treten wir im Moment ein wenig auf der Stelle. Immerhin konnten die Türen mit neuen Abdichtgummis (von Walter Misselwitz) versehen und abschliessbare Türgriffe angebaut werden. Auch die Abdichtgummis von Schalthebel und Handbremse konnten einigermassen zufriedenstellend wieder hergerichtet werden.

Endlich waren auch die Motorhaube und der rechte Kotflügel fertig geklempnert. So konnten sie angeschraubt, sowie Scheinwerfer, Blinkleuchte und Ausrüstungsgegenstände montiert werden. Auch die Tarnscheinwerfer wurden nachgerüstet und funktionieren wie vorgesehen.

Die OMMMA 2019 rückte näher und alle klotzen noch mal ran, um den P3 fertig zu bekommen. Eiligst wurden Räder, Typenschilder, diverse Riemen und Laschen und endlich auch die Kühlerblende angebaut. Auch eine Antenne, der Optik wegen, wurde montiert.

Endlich konnten wir mit ihm zur Vollabnahme.