Fotos und Videos von Ausfahrten und Aktionen
18. Oldtimertreffen Waldau
(13. bis 17. Mai 2026)
Das Oldtimertreffen in Waldau (bei Schleusingen) ist gekoppelt an einen Feiertag - „Christi Himmelfahrt“. So fand es in diesem Jahr recht früh statt und unglücklicherweise auch noch zum Wetter-Phänomen „Die Eisheiligen“. Der Wetterbericht sagte für die Tage unseres Aufenthalts kaltes und regnerisches Wetter voraus. Na toll. Wir fuhren aber trotzdem.
So eine Fahrt nach Waldau ist nicht so wie eben mal 4 Stunden auf dem Magdeburger Oldtimertag, es ist immer etwas besonderes. Fünf Tage, 250 km hin und auch wieder zurück und einiges an Vorbereitungen. Auch in diesem Jahr verlangte es uns einiges ab. Wir fuhren am Mittwoch mit 6 Oldtimerfreunden und 7 Fahrzeugen los. Am Start waren der S4000, der extra für die Fahrt einen Spriegelaufbau mit Plane bekommen hatte und als Biertransporter herhalten mußte, der W50 mit LAK, unser ELLO, der den neuerworbenen QEK-Wohnwagen ziehen musste, der P3 und der Trabant Kübel mit HP 350 Anhänger. Natürlich war auch unser Mofa mit dabei, um schnell vom Bäcker Brötchen holen zu können. Da der S4000 das langsamste Fahrzeug war, gab er die Geschwindigkeit vor. So fuhren wir mit 60 km/h nach Waldau. Nach über 5 Stunden und 2 Pausen waren wir da. Leider nicht alle zur gleichen Zeit, denn. der S4000 fuhr gleich zur „Schwarzbacher Schlossbrauerei“ durch, um dort unseren Vorrad an gutem Bier wieder aufzufüllen, und der Trabant Kübel blieb kurz vor dem Ziel mit Leistungsverlust liegen. Den holten wir aber gleich nach Ankunft wieder ab, denn die Ursache war nur etwas Dreck, der nach dem Umschalten auf Reserve die Hauptdüse verstopfte.
Nachdem alle wieder zusammen waren und das Zelt am LAK aufgebaut war, ging es mit drei unserer Bekannten vor Ort in die Gaststätte „Pension und Gasthof Weidmannsruh“, in der wir schon öfter zu Gast waren. Wie immer gab es Thüringer Rostbrätl mit Bratkartoffeln und Schwarzbacher Bier. So klang der erste Abend gemütlich aus.
Ein grosses Dankeschön an die „Oldtimerfreunde Waldau“ und deren Helfer!
Der nächste Tag (Christi Himmelfahrt) war nicht ganz so anstrengend, den wir fuhren zuerst mit dem S4000 zu einem Ort nähe Hildburghausen, um einiges an Ersatzteilen zu ordern. Gegen Mittag liessen wir uns Rostbrätl und Schwarzbier auf dem Platz schmecken, denn der Oldtimerverein hatte für Getränke und Grillerei gesorgt. Am Nachmittag spazierten wir dann zum Stand des örtlichen Heimatvereins, um dort Kaffee und Kuchen, Bratwurst und ein kleines Bier zu geniessen. Da es immerzu Regen und Sonne im Wechsel gab, konnten wir uns nicht lange im Freien aufhalten und zogen wieder in unser LAK-Zelt. Zum frühen Abend zog es uns aber wieder in das Festzelt auf dem Oldtimerplatz, denn es war Zeit für Rostbrätl und Bier.
Der Freitag ist immer der Überraschungstag, denn es gibt da eine vom Oldtimerverein organisierte Busfahrt zu einer regionalen Sehenswürdigkeit. In diesem Jahr ging es zu einer Betriebsbesichtigung zum „Wiegand-Glashüttenwerk“ Schleusingen. Alle rein in die drei Busse und ab zum Werk. Erst eine kleine Einweisung und etwas über die Geschichte der Firma, dann in die Produktion. Wir wurden mit Warnweste und Ohrschützer augestattet und mussten unsere Jacken im Einweisungsraum lassen. Als wir in der Produktionshallen waren, wussten wir warum. Es war sehr laut und von den 1600° C, die das Glas in der Schmelze hatte, war in der Produktionsstätte noch einiges übrig geblieben. Selbst in der nachfolgenden Qualitätskontrolle und Verpackung war es immernoch übermässig warm. Doch wir standen es durch und waren am Ende wieder eine Erfahrung reicher. Als Rückfahrt gab es dann noch eine kleine Thüringen-Rundreise.
Als wir zurück waren, warteten schon unsere ortsansässigen Bekannten mit dem Fleischer ihres Vertrauens auf uns. Dieser hatte seine Grill-Ausrüstung, Thüringer Rostbratwurst und Rostbrätl, sowie frisches Brot von Bäcker mitgebracht. Grill und Tisch war schnell aufgebaut, nach wenigen Minuten brannte das Grillfeuer und es ging los. Das Essen war nichts aus dem Supermarkt, sondern Rostbratwurst und Rostbrätl waren aus eigener Herstellung. Auch das Brot war handgemachtes Bäckerbrot. Dazu gab es das bewährte Schwarzbacher Bier. Es war ein Gaumenschmaus! Am Ende waren wir so voll, dass wir uns kaum bewegen konnten.
Da es gegen 19 Uhr einen Vortag über das 20jährige Bestehen der „Oldtimerfreunde Waldau“ und anschliessender Livemusik geben sollte, begaben wir uns schon rechtzeitig ins Festzelt. Leider war die Grillhütte nicht besetzt und ein Catering-Service übernahm mit einem Imbiswagen die Versorgung. Zum Glück war der Getränke-Pavillon geöffnet. So war die Versorgung mit „Schwarzbacher“ gesichert.
„20 Jahre Oldtimerfreunde Walau“ - Bernd und Martin berichteten in einer Präsentation von den Anfängen 2006 bis heute, über den Platz, die Probleme mit den Behörden, Ausfahrten und Treffen des Vereins, wofür es einiges an Beifall gab.
Die anschliessende Live-Band spielte Oldies und gängige Lieder in einem super Sound und sorgte für ausgelassene Stimmung im Zelt. So klang der dritte Abend in einer recht feuchtfröhlichen Atmosphäre aus.
Samstag war Oldtimertag. Es kamen weiter Oldtimerfreunde auf den Platz, um ihre Fahrzeuge zu präsentieren. Obwohl das schlechte Wetter einige vom Kommen abhielt, war es doch recht voll geworden. Die Veranstalter hatte aber alles im Griff und lotsten die Fahrzeuge auf ihre Plätze. Neben Lkw, Pkw und Traktoren hatten sich auch etliche Zweiräder rausgetraut. Wie bei fast allen Oldtimertreffen, hatten sich auch hier einige „schwarze Schafe“ eingefunden. Ich meine sogenannte „getunte“ Fahrzeuge. Die Palette reichte von Trabis, Wartburgs bis hin zu den bei Jugendlichen doch recht beliebten Simson-Zweiräder, die bei uns nur abschätzig als „Simme“ bezeichnet werden. Auch einige Händler hatten ihre Stände aufgebaut. Zu Mittag gab es dann mal kein Rostbrätl, sondern Rinderroulade mit Rotkohl und Thüringer Klöße. Lecker!
Hier einige Fahrzeugfotos der vergangen Tage.
Auch einige Unikate waren zu sehen. Ein Pkw „Simson Supra Typ R Cabriolet“ und ein Wartburg 353 mit einem in Eisanach entwickelten Prototypen eines „Drei-Zylinder-Viertakt-Motors“.
Sonntag war dann Abreisetag. Nach einem guten Frühstück packten wir alles in Ruhe zusammen, bauten das LAK-Zelt ab und fuhren einige unserer Fahrzeuge noch mal tanken. Nach einer Verabschiedung von den Veranstaltern traten wir gegen 10 Uhr die Rückfahrt an.
Bis auf den Trabant Kübel, der eine heissgelaufene und festgewordene Bremse hatte, aber nach Abkühlung selbiger wieder fuhr, hielten alle Fahrzeuge durch und wir kamen geschafft nach sechs Stunden zu Hause an.
Am Abend gab es dann noch einmal Life-Musik von einer Country-Band. Leider hatten die sich dermaßen in der Lautstärke vertan, dass wir schon nach dem erste Lied die Flucht ergriffen und uns in unser LAK-Zelt zurück zogen. Dort machten wir es uns mit Bier, Glühwein und Knabberzeug gemütlich.
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